Von Wasserfall zur schnelleren Wirkung: Prozesse neu denken, Einsatzbereitschaft erhöhen

Disruptive Technologien wie KI, autonome Systeme oder digitale Plattformen erhöhen den Druck, Chancen zu schaffen, und sogar die Dringlichkeit, innovativ zu sein. Gleichzeitig bleiben Sicherheitsvorgaben, Nachweispflichten und Auditierbarkeit unverhandelbar. Lineare Wasserfallmodelle geraten hier an Grenzen. Was es jetzt braucht, sind anpassungsfähige, regelkonforme Organisations- und Entwicklungsmodelle – Geschwindigkeit ohne Sicherheitsverlust. Erfolgreiche Pilotprojekte, etwa mit „Military Design“-Prinzipien oder agiler Governance, zeigen: Moderne Methoden funktionieren auch in stark regulierten Kontexten.

Für die Bundeswehr bedeutet das: Prozesse Ende-zu-Ende denken, Medienbrüche abbauen, Datenflüsse durchgängig machen. Ein wichtiger Hebel ist IT-Standardisierung mit modularen, skalierbaren und wiederverwendbaren Services. Auch Hersteller und Zulieferer müssen ihre „Produktionslogik“ anpassen: Änderungen an Anforderungen, Softwareständen oder Konfigurationen dürfen nicht mehr zu monatelangen Schleifen führen. Wenn Entwicklung und Produktion durch automatisierte Prozesse, klar definierte Schnittstellen und Echtzeitinformationen entlastet werden, entstehen adaptive Systeme – schneller in der Reaktion.

Von der Theorie zur Wirkung: drei Schritte für skalierbare Digitalisierung

Viele Organisationen starten bewusst mit klar abgegrenzten Pilotprojekten, die schnell messbare Effekte liefern – und sich anschließend iterativ ausrollen lassen. Drei Hebel haben sich dabei besonders bewährt:

Interdisziplinäre Teams statt Abteilungsgrenzen

Anstatt Aufgaben nacheinander „weiterzureichen“, arbeiten wir aus diversen Fachbereichen Experten (bsp. DevSecOps, UX, Data/AI) eng verzahnt in einem Team. So entstehen Entscheidungen dort, wo das Wissen sitzt – direkt im Projekt. Das verkürzt Abstimmungen spürbar und macht aus monatelangen Schleifen kurze Lern- und Lieferzyklen. Entscheidend bleibt jedoch immer der Mensch: UX/UI wird so gestaltet, dass Informationen schnell und gut verständlich sind sowie Arbeitsabläufe intuitiv funktionieren. Gerade unter Zeitdruck kann gute Nutzerführung Fehler reduzieren – und im Ernstfall Sicherheit entscheidend erhöhen.

Echtzeit-Dashboards für bessere Entscheidungen

Mit unseren Design-Lösungen behalten Teams Lage, Fortschritt und Risiken jederzeit im Blick: verdichtete Echtzeit-Übersichten, intelligent ausgewertet und bei Bedarf ergänzt durch externe Datenquellen. Abweichungen werden früher sichtbar, Ressourcen lassen sich gezielter steuern. Die Dashboards verbinden dabei operative Anforderungen mit strategischen Zielen – und schaffen Transparenz über Tempo, Präzision und Informationslage.

Modulares Prozessdesign für flexible Skalierung

Skalierbare Digitalisierung braucht Architektur, die Veränderungen „aushält“. IBM iX setzt hier auf modulare Prozess- und Plattformansätze – etwa inspiriert durch „IBM Client Zero“ und unterstützt durch robuste Bausteine rund um die das KI-Porfolio watsonx. Dadurch lassen sich Entwicklungs- und Produktionszyklen entkoppeln: Tests, Compliance-Checks und Updates laufen automatisiert, ohne das Gesamtsystem zu blockieren. Das Ergebnis ist eine parallele Weiterentwicklung, schnellere Reaktionen auf neue Anforderungen und eine sichere Skalierung – auch in stark regulierten Umgebungen.

Fazit: Neue Logik für eine neue Realität

Technologie allein reicht nicht mehr. Wer in der Verteidigung schnell und wirksam liefern will, muss Prozesse, Architektur und Nutzerperspektive gemeinsam neu denken – modular, datenbasiert und regelkonform. IBM iX verbindet dafür Strategie, Experience Design und Engineering: Wir identifizieren die wirkungsvollsten Prozesshebel, bauen pilotierbare Lösungen mit interdisziplinären Teams – und skalieren sie sicher in die Organisation.