Zu diesem Weg gehört, Unternehmen zu beraten und zu begleiten, die mit Unterstützung der DEG die Transformation konsequent angehen wollen. Denn vielen Unternehmen in Entwicklungsländern fehlt es hierfür an Ressourcen und Know-how. Transformation hat dabei verschiedene Facetten: sie reichen von ökologischen Aspekten wie Klima- und Ressourcenschutz über soziale Themen wie Sozialstandards oder Aus- und Weiterbildung bis hin zur ökonomischen Transformation.
Dazu hat die DEG ihren Nachhaltigkeitsbereich neu strukturiert und ihre Impact- und Klimaexpertise durch interne sowie externe Fachkräfte und spezialisierte Trainingsprogramme ausgebaut. In der Tochtergesellschaft DEG Impulse wurde das Beratungsangebot gebündelt und erweitert. Neben klassischen Entwicklungswirkungen wie Arbeitsplatzschaffung, Steigerung lokaler Einkommen und Etablierung von Standards rücken nun auch Emissionsreduktion und Resilienz gegenüber Klimarisiken stärker in den Fokus.
Boden als Kohlenstoffsenke – Innovation in Guatemala
Ein DEG-Kunde aus Guatemala zeigt, wie nachhaltige Landwirtschaft zum Klimaschutz beitragen kann. Das Unternehmen entwickelt Projekte im Bereich erneuerbarer Energien auf Basis von Biomasse und Abfall. Mit Unterstützung von DEG und DEG Impulse wurde ein Verfahren zur Verbesserung der Bodenbiologie entwickelt – in Kooperation mit der Universidad del Valle de Guatemala und weiteren Experten.
Durch mikrobiologisch angereicherten Kompost und innovative Erntetechniken wird die Bodenfruchtbarkeit gesteigert, die Wasserspeicherung verbessert und der Einsatz mineralischer Dünger reduziert. Die Folge: bis zu 20 % Wassereinsparung, geringeres Unkrautwachstum und sinkende CO₂-Emissionen. Das Projekt dient als Modell für andere Nutzflächen in der Region und zeigt, wie ökologische Innovationen wirtschaftlich tragfähig sein können.

Wasser als Risiko – Resilienz in Südafrika
Auch in Südafrika zeigt sich, wie gezielte Beratung zur Risikominderung beiträgt. Eine südafrikanische Geschäftsbank analysierte mit Unterstützung der DEG die wasserbedingten Risiken ihres landwirtschaftlichen Kreditportfolios. Ergebnis: Rund 95 % der Kredite sind potenziell von Wasserknappheit betroffen. Diese Erkenntnisse dienten als Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Risikominderung und die Entwicklung neuer Finanzprodukte, insbesondere für den Agrarsektor.
Darauf aufbauend wird ein kollektives Aktionsprogramm in einem besonders gefährdeten Wassereinzugsgebiet gestartet. Ziel ist es, durch unternehmensübergreifende Kooperation die Wassersicherheit und finanzielle Resilienz zu stärken. Neben Finanzierungslösungen für effiziente Bewässerung und Weiterbildungsangeboten entstehen Impulse für regionale Wassermanagementstrategien. Die Bank profitiert nicht nur durch Risikominimierung, sondern auch durch Reputationsgewinn und Geschäftsausweitung.
Fazit: Impact mit Perspektive
Ergebnisse einer Kundenbefragung aus 2024 zeigen: Die DEG wird von den mitfinanzierten Unternehmen als Impact starker Unterstützer bei ESG-Themen und umweltfreundlichem Wirtschaften wahrgenommen. Die Beispiele aus Guatemala und Südafrika verdeutlichen, wie nachhaltige Transformation nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch lohnend ist.
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