PULSE Women Economic Summit 2024

Am 11. September fand in Essen der zweite Summit unseres Frauen-Wirtschaftsnetzwerks PULSE statt. Wir haben mittlerweile 300 kluge Köpfe bei PULSE vereint.

PULSE-Community: 300 kluge Köpfe (Foto: Vogt GmbH, 7)

Egal, über welche Herausforderung wir beim PULSE-Summit gesprochen haben – von Bildung bis Fachkräftemangel, von Inflation bis Transformation, von KI bis Klimaschutz, von Wirtschaftslage bis Geopolitik: Es geht immer um Leadership und damit um Menschen, die vorangehen. Und von denen waren einige als Impulsgeberinnen beim PULSE Summit dabei.  

Amy Webb: „Stand up, take risks, form alliances“ 

So wie die Amerikanerin und Tech-Expertin Amy Webb, die der PULSE-Community eng verbunden ist. Die Zukunftsforscherin und Gründerin der Strategieberatung Future Today Institute glaubt, dass es in Deutschland einen starken Drang zur Erhaltung des Status quo gibt – und dass ein anderes Leadership-Mindset nötig ist, um diesem Drang zu begegnen. Nämlich – „stand up, take risks, form alliances.“ Ihr Tipp: abends einfach mal drei Dinge aufschreiben, die man am nächsten Tag anders machen will.

„Don’t lead with pain, lead with the solution“ – in Deutschland werde viel „mit Schmerz“ geführt, sagte Amy Webb. Sie höre oft, dass alles schrecklich sei und es nur Probleme gebe, aber sie höre selten Lösungen. Und sie hat etwas über Führung gesagt: „It‘s about lifting other people up who have the ideas and connecting them.“   

Claudia Nemat (m.), Ariane Reinhart: „German Zuversicht“ statt „German Angst“

In der Panel-Diskussion mit Telekom-Vorständin Claudia Nemat, Continental-Vorständin Ariane Reinhart und Bain-Partnerin Mareike Steingröver, die Kirsten Ludowig moderiert hat, gab es dann gleich mehrere eindrückliche Leadership-Appelle. Der leidenschaftliche Aufruf von Claudia Nemat zu Haltung und Handeln bekam besonders viel Applaus. 

„German Angst ist die tiefgreifende, in sich selbst drehende, depressiv machende, lähmende Art von Zustandsbeschreibung“, sagte die Technologie- und Innovationsvorständin der Telekom. Alle könnten vor der Haustür und in ihren Unternehmen dazu beitragen, dass daraus „German Zuversicht“ werde. Vor einem Jahr habe es eine Chancenrepublik gebraucht, jetzt brauche es eine Umsetzungsrepublik.

Aurelia Hölzer: „Es braucht keine Superhelden“

Die Chirurgin und Polarforscherin Aurelia Hölzer, die aus dem Schwarzwald zugeschaltet war, hat klar gesagt, was auch für Führungskräfte gilt: „Es braucht keine Superhelden, sondern normale Leute“ – fachkompetent, rücksichtsvoll, einfallsreich, belastbar, freundlich und fröhlich. Jeder dürfe Fehler machen und Milde erwarten. 

Aurelia Hölzer hat 2022 als Leiterin der Neumayer-Station III in der Antarktis überwintert. Sie war Teil eines neunköpfigen Teams, das am Ende der Welt niemanden zu Hilfe holen oder evakuieren konnte. Als einzige Ärztin unter Technikern, Ingenieurinnen und einem Koch war das eine riesige Verantwortung. Ihr Fazit: „Nach einem Jahr, in dem wir unentrinnbar zusammen und verantwortlich füreinander waren, weiß ich: Es ist am Ende das, was wir draus machen.“ 

Cathryn Clüver Ashbrook: Standards der Diplomatie

Auch von Cathryn Clüver Ashbrook, die für uns beim PULSE-Summit das erste TV-Duell zwischen Kamala Harris und Donald Trump am Vorabend analysiert hat, habe ich etwas in Sachen Leadership mitgenommen. Die deutsch-amerikanische Politologin und gefragte Expertin, der man ihre Nachtschicht in keiner Sekunde angemerkt hat, sagte mit Blick auf die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China: „Man muss auch mit Nationen sprechen, deren Ansichten man nicht teilt.“ Das gehöre zur internationalen Diplomatie. 

Sinfonieorchester Wuppertal: „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“

Das Sinfonieorchester Wuppertal hat an etwas erinnert, das wir alle brauchen: Pausen. Mit Spaß, Schwung und Hingabe spielte es „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“. Schließlich wusste schon Balu aus dem Dschungelbuch, dass man damit den Alltag und die Sorgen wegjagt.  

Dominique Macri: „Optimismus, Klarheit, Vertrauen“

Poetry-Slammerin Dominique Macri band am Schluss des PULSE Summits mit unglaublicher Sprachkunst und Verve den Tag mit all seinen Impulsen zusammen: „Optimismus, Klarheit, Vertrauen. Darauf können wir unsere Zukunft bauen.“  

Diese 300 klugen Köpfe, die jeden Tag auf verschiedenste Art und Weise ihre Frau stehen und mit Tatkraft am Werk sind, haben eine Aufbruchsstimmung verbreitet. Diese Energie nutzen wir, weil es um viel geht, braucht es auch viele einflussreiche Frauen!


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