Mit Digitalisierung gegen Armut

Artikel aus dem Handelsblatt Journal GovTech vom 20.02.2025

Etwa 35–60 Prozent der Berechtigten beantragen keine Sozialleistungen. Gleichzeitig schlägt der Paritätische Wohlfahrtsverband Alarm, denn 16,8 Prozent (Stand: 2024) der Menschen in Deutschland müssen als einkommensarm bezeichnet werden – einer der höchsten Werte der vergangenen 20 Jahre. Komplexe Antragsprozesse und fragmentierte Zuständigkeiten erschweren den Zugang zu Leistungen und überfordern viele Betroffene. Das sogenannte “Nontake-up”- Problem wurde bereits in Gutachten des Normenkontrollrates und des Sachverständigenrates Wirtschaft beanstandet.

Eine zentrale verständliche Lösung

Wir, LeitungsLotse, haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Problem mit benutzerfreundlichen und digitalen Antragsverfahren über eine „One-Stop-Shop“-Plattform zu lösen. Ein Pilot läuft bereits: So wurde etwa der Wohngeldantrag durch eine Vorprüfung und eine einfache Benutzerführung mit Validierungsmechanismen verbessert. So vereinfachen wir den Prozess für die Benutzer:innen und senken ebenfalls den Erfüllungsaufwand der Behörden durch eine bessere Antragsqualität.

Digitale Anwendungen nach dem „Once-Only-Prinzip“ gelten als besonders erfolgversprechend, da Daten nur einmal erfasst werden. Einzelangebote wie BAföGdigital gibt es bereits. Bürger:innen denken aber nicht in den Silo-Strukturen der Verwaltung. Für eine wirkliche Zugänglichkeit braucht es eine zentrale, verständliche Lösung, die alle relevanten Sozialleistungen integriert. Denn ein Sozialstaat, der nicht zugänglich ist, ist wenig sozial.

www.leistungslotse.com

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