Künstliche Intelligenz braucht Strom – und ein stärkeres Netz.

Warum die Zukunftsfähigkeit Europas am Netzausbau hängt.

Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft und Gesellschaft in rasantem Tempo. Doch während Rechenleistung und Datenspeicher exponentiell wachsen, bleibt ein entscheidender Faktor bislang zu oft unbeachtet: der Strom.

Foto: „Blick in eine Konverterhalle – Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Technologie ist einer der zentralen Bausteine für den Ausbau unserer elektrischen Netze. (Quelle: Hitachi Energy)

KI braucht Energie – und zwar in einem Ausmaß, das die bestehenden Stromnetze schon heute an ihre Grenzen bringt.

Eine aktuelle Studie von Hitachi Energy („Europe Connected“) zeigt: Ohne massive Investitionen in die Netzinfrastruktur droht Europa den Anschluss zu verlieren – wirtschaftlich, technologisch und ökologisch.

Der Energiehunger der KI – und seine Folgen

Die Elektrifizierung der Industrie, die Digitalisierung der Produktion und die Verlagerung datenintensiver Prozesse in die Cloud treiben den Stromverbrauch nach oben.

Bis 2030 könnten Rechenzentren weltweit bis zu 945 Terawattstunden verbrauchen – fast doppelt so viel wie heute der gesamte jährliche Stromverbrauch Deutschlands.

In Metropolen wie Frankfurt, Dublin oder Amsterdam stoßen die Netze bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen. Rund 20 Prozent geplanter Rechenzentren drohen sich zu verzögern oder gar nicht realisiert zu werden – schlicht, weil der Stromanschluss fehlt.

Netzausbau ist Zukunftspolitik

Die Studie von Hitachi Energy zeigt deutlich: Ohne vorausschauende Netzplanung und Investitionen in Transformatoren, Schaltanlagen und Speichertechnologien kann das europäische Netz den steigenden Bedarf nicht bewältigen.

Lieferzeiten für kritische Komponenten wie Transformatoren liegen heute bei zwei bis vier Jahren – ein Engpass, der durch die wachsende Nachfrage nach KI-Rechenzentren weiter zunimmt.

Die Lösung liegt in einer strategischen, langfristigen Planung – mit einem Horizont von 20 bis 25 Jahren. Europa braucht intelligente Netze, die flexibel auf Lastspitzen reagieren können, Speicher integrieren und sektorübergreifend gedacht werden: Energie, Industrie, Digitalisierung, Mobilität.

Deutschland im Fokus

Für Deutschland bedeutet das: Die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft hängt zunehmend von der Stärke des Stromnetzes ab.

Ohne leistungsfähige Infrastruktur drohen Investitionen in Rechenzentren, Industrie und Digitalisierung ins Ausland abzuwandern.

Der Netzausbau ist damit keine technische Frage mehr – sondern eine Frage der Standortpolitik.

Von der Studie zur Strategie

Hitachi Energy entwickelt mit europäischen Partnern neue Ansätze:

  • AI Energy Hubs, die Rechenzentren mit lokaler Stromerzeugung, Energiemanagement und Speicher koppeln.
  • Neue Marktmodelle, die Anreize für Flexibilität und Kooperation schaffen.
  • Digitale Netze, die durch Echtzeitdaten und KI-Einsatz selbst lernfähig werden.

Die Studie „Europe Connected“ macht klar: KI ist nur so stark wie das Netz, das sie trägt.

Wer den Ausbau jetzt entschlossen angeht, sichert nicht nur Versorgungssicherheit, sondern auch Innovationskraft und Wohlstand in Europa.

Mehr zur Studie „Europe Connected“ und weiteren Positionspapieren und Studien von Hitachi Energy finden Sie hier:
https://www.hitachienergy.com/news-and-events/digital-publications/papers

Künstliche Intelligenz verändert alles – auch unsere Netze. Damit Fortschritt funktioniert, braucht Digitalisierung Strom. Und Strom braucht Netze, die bereit sind.

Hitachi Energy Germany