Was ist der Spread im Kryptohandel?
Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis eines Wertpapiers. Während er im Aktienhandel an traditionellen Börsen meist eng und transparent ist, fällt er bei Kryptowährungen oft größer aus und schwankt je nach Ordergröße stark. Für Privatanleger bedeutet das höhere Kosten.
Im klassischen Wertpapierhandel ergibt sich der Spread durch Angebot und Nachfrage. Orders in liquiden Märkten, die innerhalb des Spreads ausgeführt werden, spiegeln das Marktniveau wider. Anders bei Kryptowährungen: Hier sind die Märkte fragmentiert und volatil, was die Ermittlung eines Referenzpreises erschwert. Zudem handeln Anleger oft gegen Marketmaker, die den Spread festlegen. Die Folge: Die Handelskosten durch den Spread können die Ordergebühren übersteigen.
Für Privatanleger kann der Spread die Rendite erheblich schmälern. Ein Beispiel: Ein Anleger kauft einen Coin, der 30.000 Euro kostet. Bei einem Spread von 1 % zahlt er 30.300 Euro, kann den Coin aber nur für 29.700 Euro verkaufen. Allein durch den Spread verliert er beim Kauf 300 Euro.
Warum der Spread für Privatanleger zählt
Daher sollten Anleger stets die Gesamtkosten im Blick haben – nicht nur die Ordergebühren. Entscheidend sind die Qualität des Referenzpreises und die tatsächliche Höhe des Spreads, die je nach Ordergröße stark variieren kann. Oft weiten sich Spreads deutlich aus, sobald die Ordergröße manchmal nur leicht steigt.
Seit Dezember 2024 können flatex-Kunden aus Deutschland 20 Kryptowährungen handeln. Dabei setzt flatex neue Maßstäbe bei Preis und Transparenz. Der Referenzpreis wird aus vier liquiden Handelsplätzen ermittelt. Die Gesamtkosten aus Spread und Ordergebühr betragen 0,6 % des Orderwerts, bei weniger liquiden Kryptowährungen 0,7%. Die Ordergebühr beträgt stets 0,5 %, während der Spread bei 0,075 % beziehungsweise 0,175 % für weniger liquide Währungen liegt. Diese Spreads gelten bis hin zu großen Ordergrößen im fünfstelligen Bereich, also weit über den üblichen Summen von Privatanlegern.
Tipp für Privatanleger: Vergleichen
Die Wahl der richtigen Plattform ist entscheidend. Plattformen unterscheiden sich nicht nur bei den Gebühren, sondern vor allem bei der Höhe des Spreads. Ein Vergleich lohnt sich, um den Anbieter mit den besten Konditionen zu finden.
Das belegen auch Testkäufe der Frankfurt School of Finance & Management im Rahmen einer Studie für flatexDEGIRO. Die Privatuni vergleicht die Gesamtkosten für einen „Roundtrip“ – also unmittelbar nacheinander ausgeführte Kauf- und Verkaufsaufträge in derselben Kryptowährung. Sie können je nach Plattform bis zu 5,3 % des Orderwerts betragen, bei flatex waren es nie mehr als 1,3%. Der durchschnittliche Preisvorteil bei Handel auf flatex betrug rund 50 € je Transaktion.