KI-Agenten im Einkauf: Schneller, flexibler und resilienter

Mit den wachsenden neuen globalen Herausforderungen sind stabile und resiliente Lieferketten unternehmenskritischer geworden. Dies führt zu einem enormen Aufwand. Die gute Nachricht: Viele der zeitraubenden Aufgaben sind inzwischen weitgehend automatisierbar.

Einer aktuellen Studie von Ardent Partners zufolge erwarten 62 Prozent der 400 befragten Einkaufsleiter in den kommenden zwei bis drei Jahren einen „signifikanten oder transformierenden Einfluss“ von Künstlicher Intelligenz auf das Lieferketten-Management. Klar ist ihnen, was sie für den erfolgreichen Einsatz benötigen: präzise Stammdaten, einen klaren Business-Case und eine durchdachte Implementierung. Das erfordert Investitionen in Software, Daten- und Prozessoptimierung. Doch diese zahlen sich schnell aus, denn sie ermöglichen schnellere und fundiertere Einkaufsentscheidungen und verbessern die Zusammenarbeit mit Lieferanten.

Mehr Weitblick durch prädiktive Analysen

KI bietet zudem weitere strategische Vorteile. Sie entstehen insbesondere durch prädiktive Analysen, die nun entweder auf Standard-Agenten oder individuell durch den Benutzer erstellt werden können. Historische Daten dienen dabei als Input für Prognosemodelle, mit denen sich beispielsweise künftige Marktentwicklungen vorhersagen lassen. Diese wiederum erlauben es den Unternehmen, die jeweils günstigsten Bestellmengen und notwendigen Lagerkapazitäten zu ermitteln. So kann es seine Beschaffung besser auf eine volatile Kundennachfrage abstimmen sowie neue Marktchancen früher als andere erkennen – und nutzen. In Preisverhandlungen erweisen sich KI-Agenten ebenfalls als hilfreich. Dank ihrer Unterstützung sind quasi auf Knopfdruck valide Informationen über Lieferanten und Marktentwicklungen verfügbar. KI-Agenten helfen dem Einkauf Preisvorteile zu erzielen, Risiken in Lieferketten frühzeitig zu erkennen und durch Identifikation von alternativen Lieferanten die Verfügbarkeit mit direkten und indirekten Materialien sicherzustellen.

Fazit: KI hilft strategischer zu arbeiten

KI-gestützte Einkaufslösungen steigern die Produktivität, Agilität und Resilienz in der Lieferkette. Sie ermöglichen proaktives Handeln bei auftretenden Beschaffungsrisiken und befreien Beschaffungsverantwortliche von Routineaufgaben.

Softwareanbieter statten ihre Procurement-Systeme deshalb zunehmend mit KI-Komponenten aus. Ivalua beispielsweise unterstützt mit dem Intelligent Virtual Agent (IVA) mehr als zwei Dutzend KI-basierte Anwendungsfälle für Lieferantenmanagement, Vertragsanalyse, Sourcing und Rechnungsprüfung. Kundenspezifische Konfigurationen erlauben Funktionen zur Kommunikation mit Lieferanten, sowie Marktanalysen und Zusammenfassungen aus bestehenden Vertragswerken.

Solche neuen Komponenten in den Source-to-Pay-Systemen verbessern die Qualität der Procurement-Entscheidungen, nicht nur in der aktuellen kritischen Weltlage, sondern ganz grundsätzlich auf längere Sicht. So helfen sie, dass sich die Beschaffung zu einem strategischen Steuerungsinstrument für das gesamte Unternehmen entwickelt