Industrial Future Work Vision: Kollaboration zwischen Mensch und KI

Das Jahr 2030: Die Künstliche Intelligenz (KI) übernimmt die meisten Jobs in Industrie und Produktion. Während in den Chefetagen von automatisierter Wertschöpfung im Lifecycle geträumt wird, macht sich von der Werkshalle bis zu den Büros Skepsis breit. Steht uns eine Revolution bevor, die den Menschen überflüssig macht, oder wird es doch eher eine Evolution, mit KI als Werkzeug für eine bessere Zukunft?

Zwischen Hype und Arbeitsrealität

Als Produktdesignerin erlebe ich diesen Spagat täglich. Die technologischen Möglichkeiten rund um LLMs, Vektordatenbanken und multimodalen Embedding-Räumen überschlagen sich. KI ist überall. Täglich entstehen neue Prototypen und Pilotprojekte. Immer auf der Suche nach dem “ next big thing”. Bereits heute sind Lieferketten, Produktions- und Geschäftsprozesse größtenteils fast vollständig digitalisiert und von KI mitgestaltet. KI-Anwendungen filtern riesige Datenmengen und machen komplexe Softwaresysteme (vermeintlich) beherrschbar. Sie passen sich an Nutzer*innenrollen an, lernen und sind kontext-sensitiv. Ein Effizienztraum oder?

Die Arbeitsrealität sieht meist anders aus. Mitarbeitende fragen sich, kann ich der KI vertrauen? Was, wenn sie Fehler macht? Können die unterschiedlichen KI-Produkte auch zusammenarbeiten? Und mache ich mich selbst obsolet, wenn ich meine Erfahrungen an eine Maschine weitergebe? Das bremst die Euphorie.

Hauptzutat: Vertrauen

Skepsis in der Belegschaft ist eine riesen Hürde. Vor allem Fachkräfte, die seit Jahrzenten jede Nuance ihres Jobs beherrschen, haben gegenüber einem Algorithmus Vorbehalte. Dieses Alters-Gap-Phänomen ist nur ein Beispiel dafür, dass technologische Machbarkeit allein nicht reicht, sondern eher bedrohlich auf manche Mitarbeitenden wirkt. Fortschritt ohne Akzeptanz ist auf lange Sicht daher nicht nachhaltig.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Künstliche Intelligenz nicht einzusetzen, ist keine Option. Der Schlüssel, Mensch und KI so zusammenzubringen, dass sie gemeinsam agieren, liegt in Sicherheit und Vertrauen. Der Mensch muss jederzeit die Kontrolle behalten und nachvollziehen können, warum die KI einen bestimmten Vorschlag macht. Für uns im UX Design sind daher Produkte, die menschenzentriert entwickelt werden und die intuitiv und transparent sind, zentraler Bestandteil, um dieses Vertrauen herzustellen. So lässt sich KI als Assistent im Arbeitsumfeld gestalten und nicht als allwissender Entscheider, der den Menschen übergeht.

Mensch und KI als Partner: Die Vision der Future Work

„Future Work“ steht für eine Arbeitswelt, die auf kollaborative Co-Kreation baut. KI-Assistenten übernehmen Routineaufgaben und bereiten Daten auf. Die menschlichen Fachkräfte nutzen diese Zuarbeit, um sich auf komplexe Problemlösungen, Kreativität und strategische Entscheidungen zu konzentrieren.

Produktgestaltung bei Fourier AI: Ein ganzheitlicher Ansatz mit Menschen-Fokus

Mit Fourier AI bringen wir Inhouse-KI-Expertise mit kontinuierlicher Forschung, jahrzehntelanger Erfahrung in PLM-Produktentwicklung und tiefem Verständnis für intuitives Nutzererlebnis zusammen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit und unsere technologische Plattform erlauben es uns, jede Innovation schnell für neue Produkte zu nutzen. Gemeinsam mit unseren Kunden entstehen so KI-Assistenzsysteme, die nicht nur technisch durchdacht, sondern vor allem menschenzentrierte sind. Die menschliche Expertise wird dabei nicht ersetzt, sie wird potenziert – auf Basis des eigenen Know-hows.

Die IT als strategische Partnerin in der Future Work Vision

Dieser Wandel fordert auch die IT-Abteilungen in Industrie- und Produktionsunternehmen heraus. Dort wird bestimmt, welche Tools und Technologien eingesetzt werden. Ihre Aufgabe wird es zukünftig sein, nicht nur das technologisch Machbare, sondern vor allem das technologisch Sinnvolle zu integrieren. Sie werden damit zu strategischen Partnern, die beurteilen, wie Technologie die Arbeitsqualität verbessern und reale Probleme lösen kann.

Indem wir Menschen in den Mittelpunkt der Technologieentwicklung stellen, schaffen wir eine zukunftsfähige Arbeitswelt, die Innovation und Wohlbefinden vereint. Denn die Zukunft der Industrie ist beides: intelligent und menschlich.