In diesem Winter bleibt die Versorgungssicherheit eines der zentralen Ziele
Nach der Invasion der Russischen Föderation in der Ukraine lehren uns weitere geopolitische Krisen, etwa der Angriff der Hamas auf Israel oder die Attacken der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer, dass die Energieversorgung vor dem Spiegel strategischer und geopolitischer Entwicklungen zu betrachten ist.
Bis vor zwei Jahren haben sich viele Unternehmen kaum um Energiefragen gekümmert und diese höchstens als funktionierenden Markt verstanden. Mittlerweile darf „Securing Energy“, mithin eine sichere Versorgung, einen gewissen Preis haben, weil wir damit mittelfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit absichern.
Deswegen diversifizieren wir bei SEFE unseren Energiemix konsequent, sowohl nach Energieträgern als auch geografisch, und berücksichtigen dabei stets, dass wettbewerbsfähige Energiepreise eine stabile Versorgungslage voraussetzt.
Bis zum heutigen Tag ist die deutsche Industrie von fossiler Energie geprägt. Doch weltweit wird es im Verlauf der anstehenden Dekade immer teurer werden, Kohle, Öl und Gas in der Produktion einzusetzen. Umso wichtiger werden Verfahren, die darauf verzichten können.
Wir investieren in die Energiewende!
Wir erleben im Dialog mit unseren Kunden immer wieder folgendes Dilemma: Unternehmer zögern ihre Verfahren auf grünen Wasserstoff umzustellen, solange nicht klar ist, ob dieser hinreichend verfügbar ist.
Gleichzeitig zweifeln viele an Investitionen in eine Infrastruktur für grünen Wasserstoff, solange nicht klar ist, wer ihn abnimmt.
Wir bei SEFE haben keinen Zweifel daran, dass die Energiewende kommt – auch wenn es länger dauert als erwartet. Beim Wasserstoff-Kernnetz sehen wir Deutschland auf einem guten Weg. Deswegen gehen wir voran und investieren bereits in H2-readiness unserer Speicher, kaufen beispielsweise Flächen am Speicher Jemgum, um weitere grüne Investitionen zu ermöglichen.
Wir wagen dieses unternehmerische Risiko mit Augenmaß und Sachverstand: Aus eigenen Umfragen und unzähligen Gesprächen mit Stakeholdern kennen wir die Lücke zwischen den aktuellen und absehbaren Preisen für Wasserstoff in Höhe von zehn Euro und jenen zwei Euro, die diese Stakeholder nach eigenen Angaben derzeit als wettbewerbsfähigen Preis akzeptieren würden.
Wir brauchen also einen parteienübergreifenden, gesellschaftlichen Konsens über Zukunftsperspektiven – und über Planungssicherheiten, d.h. Vorhersehbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und erträgliche Kosten für Unternehmer wie für Kunden.
Dabei müssen die politisch Verantwortlichen sehr sorgfältig und strategisch überlegen, wie man am besten fördert und Transformationsprozesse anschiebt und auf den richtigen Weg bringt: Mit ihrem Inflation Reduction Act subventionieren die Vereinigten Staaten beispielsweise die Herstellungskosten von Wasserstoff. In Europa hingegen subventionieren wir große Anteile der Investitionskosten für den dafür nötigen Elektrolyseur.
Insofern ist für uns bei SEFE nachvollziehbar, dass das Bundeswirtschaftsministerium in der angekündigten Kraftwerksstrategie das eine tun will, ohne das andere zu lassen: Sowohl die Investitionskosten als auch Betriebskosten von wasserstofffähigen Gaskraftwerken sollen bezuschusst werden.
Denn die Kosten der notwendigen Transformation zeugen von der Herkulesaufgabe, die wir gemeinsam zu bewältigen haben: Das Energiewirtschaftliche Institut an der Uni Köln (EWI) geht davon aus, dass „für den Neubau von Kraftwerken in Deutschland rechnerische Deckungsbeiträge in Höhe von rund 60 Milliarden Euro fehlen“.
Um diese große Aufgabe zu schaffen, brauchen wir beides: gute Rahmenbedingungen für Investitionen und unternehmerische Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Lösungen für die Energiewende sichern die Zukunft
Wir haben nur noch 21 Jahre, bis Deutschland laut Gesetz klimaneutral sein muss. 21 Jahre, die der Bahn nicht gereicht haben, ihre Infrastruktur zu modernisieren. 21 Jahre, in denen die Digitalisierung und Smartphones unseren Alltag und das Unternehmertum weltweit spürbar und nachhaltig verändert haben.
Eine klimafreundliche Energieversorgung ist notwendig, um unsere Energieversorgung und unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Alle Investitionen in eine klimaneutrale Zukunft zahlen sich damit langfristig aus.
Wir arbeiten schon heute daran, Erdgas mittel- bis langfristig durch kohlenstoffarme Energiequellen zu ersetzen und stärken bereits mit diversifizierten Portfolios die Versorgungssicherheit an den deutschen wie auch an benachbarten Märkten. Wir arbeiten Tag für Tag daran, die Energieversorgung für Europa zu sichern: Securing Energy – for the Future!