Großwärmepumpen: Schlüsseltechnologie für die Energiewende

Die Transformation von Wärme ist eines der Topthemen in der Energiewirtschaft. Es gilt, die Wärmeversorgung zu dekarbonisieren und perspektivisch unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden – bei voller Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit. Dabei spielen Großwärmepumpen eine wesentliche Rolle, denn sie eröffnen die Möglichkeit, auf natürliche und verfügbare Ressourcen als Wärmequellen zurückzugreifen.

Ungenutzte Ressourcen sinnvoll nutzbar machen

Wir brauchen innovative und umweltfreundliche Lösungen, um kommunale wie privatwirtschaftliche Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Dafür ist es unabdingbar, den Energieverbrauch von Heiz- und Kühlsystemen zu optimieren – indem wir uns der Energie bedienen, die sonst ungenutzt verloren
gehen würde.

Hier kommen leistungsstarke Großwärmepumpen ins Spiel. Sie können schon heute alle Arten von natürlichen Energiequellen für die Wärmegewinnung nutzen – wie Meer-, Fluss- und Seewasser, Abwasser, Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme. Ebenso zukunftssicher und bereits realisierbar ist die Einbindung unvermeidbarer Abwärme aus Industrieprozessen und Rechenzentren in die Wärmeversorgung.

Großwärmepumpen kombinieren ihre Fähigkeit, auf derartige Ressourcen als nachhaltige Wärmequellen zurückzugreifen, mit reduzierten CO2-Emissionen. Denn sie werden mit Strom betrieben und haben darum einen geringen CO2-Ausstoß. Noch besser fällt ihre Klimabilanz aus, wenn auch der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt.

Die zunehmende Elektrifizierung der Wärmeversorgung wiederum wirkt sich positiv auf das Lastmanagement und die Netzstabilität aus. Großwärmepumpen können flexibel betrieben werden, Lastspitzen abfedern und dabei helfen, Netzengpässe zu vermeiden. Weiterhin haben sie von Haus aus einen hohen Wirkungsgrad (COP) und liefern drei bis acht Mal mehr Wärmeenergie als sie elektrische Energie verbrauchen. Das begünstigt ihre Energieeffizienz.

Ebenso relevant für die Energiebranche: Großwärmepumpen sind darauf angelegt, die Sektoren Strom und Wärme so miteinander zu koppeln, dass die Integration erneuerbarer Energien in das gesamte Energiesystem besser gelingt. Auch das trägt dazu bei, die Gesamteffizienz von Heiz- und Kühlsystemen nachhaltig zu steigern.

Neben der Unabhängigkeit von fossilen, importierten Energieträgern erhöht der Einsatz dieser Wärmepumpen ebenfalls die regionale Wertschöpfung für den Bau und Betrieb dieser Anlagen.

Großwärmepumpentechnologie ist keine Zukunftsmusik

Wir bei Johnson Controls waren 1982 die ersten, die umweltfreundliche Wärmepumpen auf den
Markt gebracht haben – heute sind wir mit der Marke Sabroe weltweiter Marktführer für Großwärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln. Zudem haben wir ähnlich lange Erfahrungen in der Verwendung nachhaltiger Kältemittel.

Unser Portfolio entwickeln wir kontinuierlich weiter. Wir investieren in unsere Produktionsstätten und optimieren uns auch strategisch permanent. Kürzlich haben wir unsere Absicht bekannt gegeben, unseren HVAC-Geschäftsbereich für Privathaushalte und kleinere Unternehmen zu verkaufen, um uns zu 100 Prozent auf Industrieanwendungen und Lösungen für die Energie- und Kälteversorgung in der Energiewirtschaft zu konzentrieren.

Bei unseren Kunden aus dem Energiesektor sind unsere innovativen Großwärmepumpen bereits im Einsatz bzw. werden zurzeit errichtet – etwa bei den Stadtwerken Neustadt in Holstein, den Hamburger Energiewerken, der EnBW Stuttgart oder den Stadtwerken Rosenheim.

Diese Großwärmepumpen sind hochautomatisiert: Durch das Aufschalten auf unsere IoT-Plattform OpenBlue gestalten sich das Anlagenmanagement und die Wartung für die Kunden einfach, effizient und vorrausschauend.

Als Technologiepartner begleiten wir Unternehmen der Energiebranche von A bis Z bei der Wärmetransformation – von der Planung mit ersten Machbarkeitsstudien über die Feinkonzeption und Realisierung hin zu Services und Wartungen im Nachhinein. Wir stehen durchweg im engen Austausch mit Stadtwerken und Planern und auch bei der Finanzierung, die in den kommenden Jahrzenten ein großes Thema sein wird, unterstützen wir.

Fazit

An Großwärmepumpen führt kein Weg mehr vorbei. Sie lassen sich lokal installieren und betreiben, was die regionale Wertschöpfung steigert und die Energieautonomie von Gemeinden und Städten fördert. Sie können in städtische Fernwärmenetze integriert werden, um eine nachhaltige Wärmeversorgung sicherzustellen – dies wiederum unterstützt die Entwicklung energieeffizienter und klimafreundlicher Städte. In urbanen Gebieten können Großwärmepumpen darüber hinaus in Quartierslösungen eingesetzt werden, um die Wärmeversorgung von ganzen Vierteln zu gewährleisten. Darum sind Großwärmepumpen eine echte Schlüsseltechnologie in der Energietransformation.

Weitere Informationen gibt es unter www.johnsoncontrols.de.

„Als Technologiepartner der Energiewirtschaft beschleunigen wir die Wärmetransformation mit engagierten Menschen und innovativer Technik zur Nutzung erneuerbarer Energie und Abwärme.“

Über Johnson Controls:
Bei Johnson Controls (NYSE: JCI) gestalten wir die Umgebung, in der Menschen leben, arbeiten,
lernen und sich erholen. Als weltweit führendes Unternehmen für intelligente, gesunde und nachhaltige Gebäude ist es unsere Mission, die Gebäudeleistung zum Wohle der Menschen, der Orte und des Planeten zu verbessern. Seit fast 140 Jahren stehen wir für Innovationen. Unser umfassendes digitales OpenBlue Portfolio bietet Lösungen der Zukunft für das Gesundheitswesen, Schulen und Universitäten, Rechenzentren, Flughäfen, die industrielle Fertigung und andere Branchen. Mit einem globalen Team von 100.000 Experten in mehr als 150 Ländern bietet Johnson Controls das weltweit größte Portfolio an Gebäudetechnik-, Software- sowie Servicelösungen mit einigen der vertrauenswürdigsten Marken der Branche.