Greencore AI von Greenflash: Wie Energiesysteme (wirklich) intelligent werden

Industrie und Gewerbe haben in Deutschland mit rund 70 % den größten Bedarf an elektrischem Strom. Entsprechend stark nachgefragt sind Strategien, mit denen sich Energiekosten und -verbrauch nachhaltig senken lassen. Hier kommt die Essener Greenflash GmbH ins Spiel: Für seine Kunden plant und baut das 2020 gegründete Unternehmen schlüsselfertige Lösungen, mit denen sie ihre Energiekosten signifikant senken und eine hohe Autarkie von einer zentralen Stromversorgung erzielen.

Ganzheitlich gedachter Weg zur Energiewende

Mit seinem ganzheitlichen Ansatz hat sich Greenflash auf dem deutschen Markt bereits etablieren können. Typischerweise besteht ein solches Energiesystem aus Photovoltaik (PV), einem Speicher, Ladeinfrastruktur für E-Mobilität sowie einem intelligenten Lastmanagement. Die Kunden von Greenflash kommen aus den unterschiedlichsten Industriebranchen, darunter sind beispielsweise Unternehmen aus der Textilbranche, der Schwerindustrie, dem Fahrzeugbau, der Logistik oder der Oberflächenbeschichtung. Die meisten davon haben eine energieintensive Produktion, die bislang auf fossilen Energieträgern basierte, und die sie jetzt auf erneuerbare Energien (PV) umgestellt haben.

Johann Böker, CEO von Greenflash: „Mit unseren Systemen bieten wir Unternehmen nicht weniger als die weitgehende Unabhängigkeit vom volatilen Strommarkt. Damit erhalten sie einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, denn Energiekosten sind für Industrieunternehmen in Deutschland inzwischen zu einem bestimmenden, auch belastenden Faktor geworden. Aus unserer Sicht ist der Schritt zu einem intelligenten Energiesystem, das sich auf erneuerbare Energie stützt, praktisch ohne Alternative.“

Die gute Nachricht ist: Die Investition in ein solches System, mit dem sich die Energie- und die Mobilitätswende vollziehen lässt, amortisiert sich in vergleichsweise kurzer Zeit. Die Einsparpotenziale erschließen sich sogar unmittelbar, sobald das KI-basierte Energiesystem läuft. In einigen Fällen lassen sie sich tatsächlich halbieren, wie sich in der Praxis gezeigt hat.

Selbstlernendes und KI-basiertes Energiesystem

Kern des Systems ist die KI-basierte Software, der Greenflash den Namen Greencore AI gegeben hat: Sie ist in der Lage, den Energiebedarf eines Unternehmens in Echtzeit und in einer erstaunlichen Detailtiefe zu steuern und analysiert dafür u.a. Marktpreise, Erzeugungsleistung und Verbrauchsprognosen. Das selbstlernende System ist mit der Strombörse verbunden und leitet daraus die Prognosen für die Folgetage ab, also wie die Stromerzeugung und die Flexibilitätsnutzung morgen geplant und gesteuert werden muss, damit das Unternehmen so effizient und wirtschaftlich wie möglich produzieren kann. Die Prognosemodelle erkennen Hochlastzeitfenster, verschieben flexible Verbraucher automatisch und melden in Echtzeit, welche Energiemengen gerade erzeugt oder genutzt werden.

Vor allem aber entscheidet die KI darüber, ob das Energiesystem abgeriegelt wird, sobald der Strompreis an der Strombörse unter null fällt. Denn dann kostet es Geld, den selbsterzeugten Strom ins Netz zu speisen. Das passiert täglich, vor allem an Feiertagen, Wochenenden oder sonnigen Mittagen – immer dann, wenn hohe Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen auf schwache Nachfrage trifft. Unternehmen, die Energie direkt vermarkten, müssen in diesen Stunden für die Einspeisung bezahlen: Strom zu erzeugen, wird dann zur finanziellen Belastung.

Signifikante Kosten- und CO2-Einsparungen

„Unsere intelligenten Energiesysteme helfen unseren Kunden dabei, sich vom oft turbulenten Energiemarkt abzukoppeln“, erläutert der Greenflash-Chef. „Greencore AI eröffnet ihnen die Möglichkeit, ihre Energieerzeugung und -versorgung selbst zu steuern und zu jeder Zeit den Überblick zu behalten. Der negative Strompreis ist ein sehr gutes Beispiel: Sobald das Einspeisen des erzeugten Stroms wegen des aktuellen Überangebots Geld kosten würde, und Greencore AI das Energiesystem abriegelt, ergeben sich über das Jahr Einsparungen, die sich durchaus im fünfstelligen Bereich bewegen.“

Im Praxiseinsatz zeigt sich täglich, dass sich das von den Essener Experten kalkulierte Potential von Greencore AI bestätigt. So stellt das KI-basierte System unter anderem Verbrauchsprognosen ebenso zuverlässig dar, wie es die Historie aller relevanten Daten wie Erzeugung, Verbrauch, Lieferung und Bezug visualisieren kann. Die Prognosedaten für Produktion und Verbrauch legen beispielsweise die Basis, auf der alle Prozesse so gesteuert werden, dass die Energiekosten immer im optimalen Bereich liegen. Auch das komplexe Handling der sogenannten atypischen Netznutzung wird von Greencore AI in die ganzheitliche Optimierung des Energiesystems integriert, inklusive der Abbildung des Mischbetriebs mit einem Speicher. „An manchen Tagen sind wir selbst von Greencore AI positiv überrascht“, verrät Johann Böker. „Und wir sind gespannt, wohin die weitere Entwicklung noch geht. Klar ist in jedem Fall: An der Energie- und Mobilitätswende führt kein Weg vorbei. Der ganzheitliche Ansatz, noch dazu mit Hilfe selbstlernender KI, ist aus unserer Sicht derjenige mit den größten Chancen, diese Transformation erfolgreich zu meistern.“