Artikel aus dem Handelsblatt Journal DIE ZUKUNFT DER INDUSTRIE vom 01.12.2023
Die Freudenberg Group agiert in vielfältigen Geschäftsfeldern – von der Öl- und Brennstoffzellentechnologie über Reinigungsprodukte bis hin zu Automobilteilen, technischen Textilien, Baustoffen und Telekommunikation. In diesen schnellen Märkten braucht man HR-Lösungen, die nicht nur Schritt halten, sondern in Echtzeit Wettbewerbsvorteile sichern. Die früheren eingesetzten HR-Systeme bei Freudenberg waren mit der Komplexität des Global Players schlicht überfordert. Freudenberg erkannte, dass eine Modernisierung der zeitaufwändigen und oft manuellen HR-Prozesse erforderlich war. Man fand nach sorgfältiger Auswahl einen geeigneten Kandidaten. Sarah O´Hare, Global Head of HR bei Freudenberg: „Mit Workday gelingt das, was früher Wochen oder sogar Monate dauerte und unsere 900 HR-Expert:innen viel Mühe gekostet hat, buchstäblich in 30 Sekunden – manchmal sind es sogar nur fünf Sekunden!“
Statt langsam und dezentral: eine einzige Lösung
„Schnell war klar, dass Workday versteht, was wir brauchen“, sagt O’Hare. „Eine einzige gültige Wahrheit für Stammdaten an einem zentralen Ort war für uns eine echte transformative Alternative zu dem, was zuvor im Grunde nur eine Ansammlung von unterschiedlichen Systemen war.“ Und sie ergänzt: „Insbesondere hat uns die herausragende Funktionalität der mobilen Nutzung begeistert, die wir implementiert haben. Insgesamt war es ein großer Erfolg auf ganzer Linie, vor allem in Bezug auf die Effizienzsteigerung!“
O’Hare will ihren Talenten eine herausragende Erfahrung bieten. Sie erläutert: „Wir möchten vor allem zwei Dinge erreichen: Zum einen sollen Mitarbeitende ihre eigene Karriere vorantreiben können. Zum anderen soll das System HR-Verantwortliche und unsere Führungskräfte dabei unterstützen, ihre Netzwerke und Kommunikationsmöglichkeiten zu erweitern. Und das ist genau das, was Workday für uns leistet.“
Kooperation mit dem Betriebsrat
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die Einbeziehung des Betriebsrates. Jessica Vollmer, heute verantwortlich für Corporate Data Protection, berichtete über diese Zusammenarbeit. „Schon bevor wir Workday beauftragten, wurde er einbezogen. Gemeinsam haben wir eine dedizierte Gruppe für jeden Arbeitsbereich geschaffen, wie etwa für Talent- und Performance-Management, Vergütung, Recruiting oder Human Capital Management.“
Darüber hinaus finden regelmäßige Treffen von Corporate IT, Corporate HR und dem Betriebsratsgremium statt. Vollmer sagt: „Alle sechs Wochen sprechen wir über verschiedene Themen und neue Funktionen. Es ist eine starke, offene Beziehung.“
Tina Meier, Director Talent Acquisition & Employer Branding und ihr Team definierten verschiedene Rollen für den Betriebsrat mit unterschiedlichen Transparenzstufen für die Mitarbeitenden. Ein Jahr nach der ersten Workday-Implementierung wurde auch das Recruiting- Modul eingeführt. „Was zuvor papierbasiert war, konnten wir endlich digital durchführen“, kommentiert Meier.
Vielfalt der Belegschaft
Die Stärke des Global Players Freudenberg basiert auch auf der vielfältigen Belegschaft. Workday trägt zur Transparenzsteigerung entsprechender Daten bei. Denn mit den neuen Kennzahlen zeigte sich, dass die Spitze des Unternehmens eher männerzentriert aufgestellt war. „Wir können nun zielgerichtet daran arbeiten, den Anteil der Frauen in Führungspositionen zu erhöhen“, sagt O’Hare. Und sie ergänzt: „Mit unserem früheren dezentralen Ansatz hätten wir Schwierigkeiten gehabt, diese Analyse durchzuführen, geschweige denn, ein wirksames Veränderungsprogramm aufzustellen und umzusetzen.“
