Europas Energieversorgung sichern – resilient, nachhaltig, zukunftsfähig

Die geopolitischen Umbrüche der letzten Jahre haben Europas Energieversorgung auf eine harte Probe gestellt und uns unmissverständlich gezeigt, wie verwundbar einseitige Abhängigkeiten machen. Resilienz entsteht dort, wo Versorgung diversifiziert aufgestellt ist, Risiken aktiv gemanagt und politische wie wirtschaftliche Entscheidungen mit Augenmaß getroffen werden. Zu dieser Resilienz trägt SEFE maßgeblich bei: Wir haben unser Bezugsportfolio in kürzester Zeit aufgebaut, breit diversifiziert und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung in Europa.

Warum Diversifizierung entscheidend ist

Europa hat es selbst in der Hand, seine energiepolitische Handlungsfähigkeit zu stärken. Wer Energie aus unterschiedlichen Regionen und von verschiedenen Partnern bezieht, kann Preisschwankungen besser abfedern, Versorgungsrisiken reduzieren und langfristige Stabilität schaffen. Entscheidend sind dabei langfristige Lieferverträge für Pipeline- und Flüssigerdgas (LNG), die Planungssicherheit gewährleisten und zugleich eine bezahlbare Energieversorgung für Industrie und Gesellschaft ermöglichen.

Bei SEFE setzen wir konsequent auf diesen Ansatz. Gemeinsam mit Partnern aus Norwegen, Aserbaidschan, den USA, dem Nahen Osten und Afrika diversifizieren wir kontinuierlich unser Portfolio. Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist kürzlich dazugekommen: die Unterzeichnung einer Grundsatzvereinbarung über langfristige LNG-Lieferungen aus Argentinien. Sie stärkt nicht nur unsere Versorgungssicherheit, sondern erweitert gezielt das globale Liefernetzwerk Europas.

Dekarbonisierung als zweite Säule

Doch Diversifizierung allein reicht nicht. Wer Europas Energieversorgung dauerhaft zukunftssicher gestalten will, muss parallel konsequent dekarbonisieren und Innovationen vorantreiben. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Biomethan über Carbon-Management-Ansätze bis hin zu internationalen CO₂-Gutschriften. Zugleich haben wir in Deutschland rund 400 Kilometer bestehender Gasleitungen erfolgreich auf Wasserstoff umgestellt und in Betrieb genommen – als Teil des künftigen Wasserstoffkernnetzes.

Was Europa jetzt braucht

Damit Diversifizierung und Dekarbonisierung ihre volle Wirkung entfalten können, sind klare und verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend:

  • Ein regulatorisches Fundament, um Energieimporte zu vereinfachen
  • Pragmatische Regeln für den Einsatz von blauem Wasserstoff als Brücke und Ergänzung zu grünem Wasserstoff, um den Markthochlauf zu beschleunigen
  • Die Öffnung europäischer Kohlenstoffmärkte für hochwertige internationale Emissionsgutschriften.

Bereits ein begrenzter Anteil solcher Gutschriften – mindestens fünf Prozent – könnte einen dreifachen Nutzen entfalten: die europäische Industrie bei der Erreichung ihrer Klimaziele unterstützen, Investitionen in Energiewendeprojekte in Drittstaaten ermöglichen und somit globale Emissionen wirksam reduzieren.

Europa hält den Hebel selbst in der Hand – jetzt gilt es, ihn maximal zu verlängern und entschlossen zu nutzen. Mit Diversifizierung, Dekarbonisierung und klaren Rahmenbedingungen schaffen wir eine resiliente, nachhaltige und wettbewerbsfähige Energiezukunft.