Die Deutsche SAP-Anwendergruppe (DSAG) hat in einer Umfrage unter 267 Mitgliedern im Herbst 2024 ermittelt, dass noch 89 % der Befragten SAP On-Premises einsetzen (sowohl ECC als auch S/4HANA), doch nur 13 % finden die Cloud Strategie sehr positiv oder positiv.
Die Kunden zögern also noch mit SAP in der Cloud. Die Gründe dafür sind vielschichtig:
- Unabhängigkeit von einem Cloud-Anbieter
- Datensouveränitäts- und Sicherheitsaspekte
- Kosten: Während Cloud-Lösungen oft nur geringe Anfangsinvestitionen erfordern, können laufende Abogebühren zu höheren Gesamtkosten führen, insbesondere mit zusätzlichen Funktionen und Benutzern.
- Eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten in der Public Cloud
Die Kunden-Transformation ist in vollem Gange
Für viele Unternehmen, die noch ECC On-Premises einsetzen, wird die Zeit allerdings knapp, weil der Support-Zeitraum 2030 ausläuft. SAP S/4HANA wird dagegen sicher bis 2040 supportet. Entsprechend haben aktuell schon mehr als 50 % der Unternehmen auf SAP S/4HANA umgestellt.
Es gibt allerdings weit mehr als nur einen Ansatz, ECC zu SAP S/4HANA und in die Cloud zu migrieren. SAP selbst bietet dazu mit RISE with SAP und GROW with SAP Programme an. Mit Fujitsu als Implementierungspartner gibt es jedoch auch interessante Alternativen.
Die Cloud ist besser als ihr Ruf
Wenn es auch gute Gründe für den On-Premises-Betrieb gibt, bietet der hybride oder auch Multi-Cloud-Ansatz viele Vorteile:
- Die zugrundeliegende Server-Infrastruktur lässt sich in der Cloud wesentlich flexibler den erforderlichen Kapazitäten anpassen.
- Die Kosten sind genauer abschätz- und kalkulierbar – ohne plötzliche Ersatzbeschaffungen bei Hardware-Defekten.
- Es ist weniger Know-how und Fachpersonal zur Betreuung der Systeme notwendig.
- Für die notwendige Compliance sorgt der Cloud-Anbieter.
- Der CO₂-Fußabdruck ist geringer, weil die Auslastung der Server in der Cloud besser ist als bei On-Premises-Installationen.
- Innovationen werden aktuell zuerst in der Cloud ausgerollt.
Künstliche Intelligenz in der Cloud nutzen
Für SAP liegt die Zukunft in der Cloud, daher gibt es neue Funktionen und Innovationen zuerst oder teilweise auch nur noch dort. Das gilt beispielsweise für Künstliche Intelligenz und Funktionalitäten zur Steuerung von Nachhaltigkeitsinitiativen. Hier erhöht sich der Druck auf Unternehmen, die gezwungen sind, ihre Geschäftsstrategie auf den Einsatz von KI auszurichten.
Auch wenn der Einsatz Künstlicher Intelligenz aktuell noch nicht alle Erwartungen erfüllt, können einzelne Entwicklungen zu großen Wettbewerbsvorteilen führen. Bei typischen Implementierungszeiträumen von ein bis zwei Jahren verlieren Unternehmen dann schnell den Anschluss an Wettbewerber im Markt und damit auch Marktanteile, wenn sie ihre ERP-Software nicht in der Cloud betreiben.
Da neue KI-Funktionalitäten nicht erst ‒ wie beim On-Premises-Betrieb ‒ installiert werden müssen, sondern sofort bereitstehen, lassen sich diese direkt nach der Freigabe einsetzen.
Der Trend geht zu Multi-Cloud
Hybride Szenarien ermöglichen das Beste aus beiden Welten: In Multi-Cloud-Szenarien werden Cloud-Computing- und Speicherdienste verschiedener Anbieter in einer heterogenen Architektur genutzt. Der Vorteil: Mit einer typischen Multi-Cloud-Architektur aus öffentlichen und privaten Clouds wird einerseits die Abhängigkeit von einem einzelnen Cloud-Anbieter verringert, andererseits werden kritische Daten lokal vorgehalten.
Business- und Prozess-Know-how sind Key
Der Übergang zur Cloud ist aber kein Selbstläufer. Hier sind Experten für die Implementierung mit Business- und Prozess-Know-how gefragt. Sie sind notwendig, um die aktuelle Implementierung zu analysieren, Prozesse zu modellieren und schließlich auch die Zielplattform entsprechend den Anforderungen des Unternehmens einzurichten.
Mit der Erfahrung aus einer Vielzahl von Projekten und einem modularen Ansatz ‒ von der Einzellösung bis hin zum Datacenter-basierten einheitlichen Hybrid-Cloud-Management – erarbeitet Fujitsu eine individuelle Cloud-Strategie, identifiziert die richtige Platzierung der Workloads und installiert ein einfaches, zukunftsfähiges IT-Infrastrukturmanagement.
Als zentraler Implementierungspartner bietet Fujitsu RISE with SAP aus einer Hand und ermöglicht so die nachhaltige Transformation von Unternehmen. In Japan ist Fujitsu hier bereits erster zertifizierter Premium Supplier.
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