HDI Global und Munich Re besorgt über US-Haftpflichtmarkt: „Europäische Versicherungsmodelle in die USA zu übertragen, wird in Zukunft nicht mehr tragbar sein“

Der US-Haftpflichtversicherungsmarkt bleibt für Erst- und Rückversicherer ein hartesPflaster – und die Risiken nehmen eher noch zu, wie auf einer Fachtagung in Köln deutlichwurde.

Trotzdem kommt ein Rückzug für die großen deutschen Player HDI Global und Munich Re nicht infrage. Das stellten die Top-Manager Mukadder Erdönmez und Lucas Beckmann für ihre Gesellschaften klar – allein: Ein „Weiter so“ kann es aus Sicht der Branchenexperten auch nicht geben.

Auch in Zeiten von Zollstreit und geopolitischen Brüchen bleiben die USA für deutsche Unternehmen unverzichtbar – davon ist Mukadder Erdönmez, Vorstand von HDI Global, überzeugt. „China ist wichtig, die USA sind entscheidend für die deutsche Wirtschaft“, betonte er am Dienstag auf dem Podium der Kölner Fachveranstaltung „Euroforum Jahrestagung Haftpflicht 2026“. Erdönmez zufolge ist der US-Markt immer noch der Top-Handelspartner der deutschen Industrie. Das gelte nicht nur für Konzerne, sondern gerade auch für den Mittelstand. Für viele „Hidden Champions“ seien die USA der wichtigste Absatz- und Operationsmarkt, sagte der HDI Global-Vorstand.