Digitalisierung entscheidet über die Nutzbarkeit erneuerbarer Energie

Der Ausbau erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung schreitet voran und 2025 wurde ein Anteil von 59% erreicht. Das dritte Jahr in Folge stammte mehr als die Hälfte der Nettostromerzeugung aus erneuerbaren Erzeugern. Die Photovoltaik verzeichnete einen erneuten Rekordwert. Parallel entsteht durch Elektrifizierung von Wärme und Mobilität mehr Nachfrage nach Strom. Mehr grüne Erzeugung bedeutet auch – mehr Flexibilitätsbedarf im Stromsystem. Mit der zunehmenden Volatilität der Erzeugung steigt der Bedarf an Flexibilisierung auf der Nachfrageseite und damit auch die Attraktivität intelligenter, steuerbarer und datengetriebener Lösungen für Endkunden.

Der Erfolg der Erneuerbaren stellt neue Anforderungen an Netzbetrieb und Marktprozesse. Versorgungssicherheit und Effizienz lassen sich künftig nur dann gewährleisten, wenn Flexibilität systematisch erschlossen und genutzt wird. Dafür braucht es vor allem:

  • digitalisierte Stromnetze
  • steuerbare Erzeuger und Verbraucher
  • schnelle, sichere Datenverfügbarkeit in Echtzeit für Kundendaten und für Netzzustand
  • standardisierte Schnittstellen für neue Anwendungen

Es braucht eine systemische Markt- und Netzintergration der Energiewende, die lokale Engpässe vermeidet und die Kosten des Netzausbaus senkt. Im Zentrum dieser Entwicklung steht das intelligente Messsystem (iMSys). Es bildet die Grundlage für transparente Datenflüsse, sichere Kommunikation und netz-/marktdienliche Steuerung. Smart-Meter-Gateways und darauf aufbauende Steuerungslösungen ermöglichen es, den Kunden zu aktiven Partner der Energiewende zu machen, bereitgestellte Flexibilität zu monetarisieren und flexibel auf Netzsituationen zu reagieren.

Viel mehr als nur Messen: Das intelligente Messsystem als Sicherheitsanker und Enabler der Flexibilisierung

Damit wird das iMSys weit mehr als ein Messinstrument: Es wird zur Plattform für neue Mehrwerte und Applikationen – von dynamischen Tarifen über automatisierte Laststeuerung bis hin zu Flexibilitäts- und Aggregationsmodellen. Voraussetzung dafür ist ein offener, interoperabler Plattformansatz, der nicht nur die bestehende Marktakteure effizient vernetzt. Sondern neuen Ideen und Anwendern den einfachen, aber cybersicheren Weg zur digitalisierten Energiewelt ebnet. Das intelligente Messsystem bildet als Dreh- und Angelpunkt für die Digitalisierung der Energiewende genau dieses Fundament. Und das alles auf höchstem Sicherheitsniveau als Garant für Resilienz in einer kritischen Infrastruktur.

Der weitere Erfolg der Energiewende hängt entscheidend davon ab, wie konsequent Digitalisierung, Steuerung und Datenstrategien umgesetzt werden.