Digitale Souveränität im öffentlichen Sektor: Mit Sicherheit die Zukunft gestalten

Unsere datengetriebene, intelligente Welt mit vernetzten Systemen stellt die öffentliche Verwaltung vor immense Herausforderungen. Sie muss ihre Digitalisierung vorantreiben, um den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden. Doch die flächendeckende Nutzung digitaler Technologien und die Vernetzung im Cyberraum schaffen Angriffsflächen für kriminelle Aktivitäten und politische Einflussnahme.

Das erzeugt komplexe Anforderungen an Compliance und Sicherheit.  Die Cloud bildet die Grundlage für die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung. Flexibilität, Skalierbarkeit, Kostenreduktion, Effizienz und Interoperabilität in der Datenspeicherung ermöglichen die Optimierung von Verwaltungsprozessen und die Entwicklung innovativer Dienstleistungen. Aber: Die sensiblen Daten der Verwaltung und damit der Bürger haben die höchste Schutzbedürftigkeit. Digitale Souveränität ist das Gebot der Stunde: Nur eine souveräne Cloud „made in Europe“ gewährleistet die Integrität und Sicherheit kritischer Infrastruktur nachhaltig.

Digitale Souveränität – worum geht es wirklich?

Aus der Definition des IT-Planungsrats zur digitalen Souveränität lassen sich drei zentrale Anforderungen für datensouveräne Lösungen im öffentlichen Sektor ableiten:

  1. Wechselmöglichkeit: Die Möglichkeit, jederzeit Anbieter und Technologien zu wechseln, um Abhängigkeiten zu vermeiden und die eigene Gestaltungsfreiheit zu wahren.
  2. Gestaltungsfähigkeit: Die Fähigkeit, die eigenen Daten zu kontrollieren und zu gestalten, um die digitale Souveränität zu gewährleisten und die eigenen Interessen zu vertreten.
  3. Einfluss auf die Anbieter: Die Möglichkeit, Einfluss auf die Entwicklung und Gestaltung von Technologien und Standards zu nehmen, um die eigene digitale Souveränität zu stärken.

Daran anknüpfend verfolgt die Deutsche Verwaltungscloud-Strategie (DVS) das Ziel, eine interoperable und modulare föderale Cloud-Infrastruktur für die öffentliche Verwaltung zu schaffen. Das hat zwei primäre Vorteile: Eine standardisierte Architektur erlaubt die wechselseitige Nutzung von Anwendungen über verschiedene Clouds hinweg. Dies fördert die Multi-Cloud-Strategie und ermöglicht es Unternehmen, ihre Anwendungen flexibel zwischen verschiedenen Cloud-Anbietern zu verschieben.

Datensouveräne Cloud-Lösungen gewährleisten die digitale Souveränität durch ihre spezifischen Souveränitätsmerkmale:

  1. Technische Souveränität: Die Speicherung der Daten erfolgt in zertifizierten Rechenzentren, die den EU-Sicherheitsvorgaben und der DSGVO entsprechen. Nutzer behalten die volle Kontrolle über die Speicherung, Einsicht und Verarbeitung ihrer Daten. Transparenz wird durch Open Source-Technologien gewährleistet. Daten können jederzeit auf alternative Cloud- und On-Premises-Umgebungen migriert werden, um einen Vendor Lock-In zu vermeiden.
  2. Juristische Souveränität: Der Hauptsitz des Unternehmens und die Datenspeicherung, -verwaltung und -verarbeitung befinden sich ausschließlich in Europa. Dies verhindert Leistungsverweigerung oder Leistungsverbote durch ausländische Staaten und schützt die Daten vor der Anwendung außereuropäischer Gesetze, wie z. B. dem US CLOUD Act.

Von der Pflicht zur Kür: Digitale Souveränität und leistungsstarke Software

„One-size-fits-all“ war lange das Motto der meisten Cloud-Anbieter – für die öffentliche Hand ein Ausschlusskriterium, denn ihre Ansprüche an Souveränität, Sicherheit und individuelle Lösungen sind mit diesem Herangehen nicht vereinbar. Bei STACKIT bieten wir der öffentlichen Verwaltung nicht nur maximale digitale Souveränität, sondern moderne Software in diesem souveränen Rahmen. Dazu zählen Lösungen für den digitalen Verwaltungsarbeitsplatz wie der PhariaGovernment Assistant (ein KI-Assistent) oder die Büroverwaltungssoftware openDesk. Zudem gibt es mit WIRE on STACKIT eine sichere Kommunikationsplattform, die eine Freigabeempfehlung für die Kommunikation von Verschlusssachen durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) hat. Dies ist mit Blick auf die erhöhte Bedrohungslage durch Cyberkriminalität in den Bereichen eGovernment, innere und äußere Sicherheit sowie der kritischen Infrastruktur ein notwendiger Schutzmechanismus. Als Open-Source-Technologien sind diese nicht nur vollständig transparent, sondern zahlen auch auf die in der DVS verankerte Wechselfähigkeit ein. Zudem kombiniert STACKIT auch Lösungen wie den Google Workspace mit unserer datensouveränen Infrastruktur.

Fazit

Mit der Wahl eines souveränen Cloud-Anbieters eröffnet sich die öffentliche Verwaltung die volle Freiheit, individuelle und sichere Lösungen für ihre Digitalisierung zu wählen, ohne Abstriche bei ihren Anforderungen oder Funktionalität machen zu müssen. Es gilt, mutig voranzugehen und die digitale Verwaltung mit Nachdruck voranzutreiben.